A1 InnovationDays

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Partnerschaften zur Entwicklung neuer Services

Reinhard Zuba, Bereichsleiter Marketing bei mobilkom austria im Gespräch über den Paradigmenwechsel bei der Entwicklung neuer Anwendungen für Mobilfunkunden und die A1 InnovationDays.

Immer mehr Technologie-Unternehmen laden freie Entwickler zu Developer-Wettbewerben ein. Ist das ein Paradigmen-Wechsel in der Produktentwicklung und in den F&E Aktivitäten?
Zuba: Das ist tatsächlich ein Paradigmen-Wechsel. Der Zugang zu den Ressourcen, die jemand für die Entwicklung eines mobilen Services braucht, wird immer einfacher. Parallel dazu wird es für die Anbieter neuer Anwendungen auch immer einfacher, ihre Services zu verkaufen, da sie weltweit in gut strukturierten und sortierten Application Stores angeboten werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwickler und bringt den Kunden ein laufend wachsendes Angebot an neuen attraktiven und unterhaltsamen Diensten.

Wie würden Sie die Rolle eines Mobilfunkanbieters dabei definieren?
Zuba: Wir spielen als Mobilfunkbetreiber auf zwei Ebenen eine Rolle. Einerseits haben wir einen engen Kontakt zu unseren Kunden, die nicht nur Handys und den Internetzugang bei uns beziehen, sondern auch laufend von uns betreut werden: In unseren Shops, an der Serviceline und über direkte Kommunikationsmaßnahmen, wo wir sie auf neue Produkte aufmerksam machen. Die zweite Ebene ist unser enger Kontakt mit Handy- bzw. Betriebssystemherstellern und Technologielieferanten. Diese haben hohe Technologiekompetenz aber kaum direkten Zugang zu den Endkunden. Wir sehen uns als Vermittler zwischen diesen Unternehmen und den Endkunden. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass mit Initiativen wie den A1 InnovationDays neue Services entstehen, die zukünftigen Anwendern den Alltag erleichtern, ihre Effizienz steigern oder einfach gut unterhalten.

An welche Zielgruppe wenden sich die A1 InnovatioDays genau?
Zuba: Die A1 InnovationDays bestehen aus mehreren Elementen. Einerseits gibt es da die Streams unserer Partnerunternehmen, die sie selbst definiert haben und wo sie auch ihre Communities ansprechen werden. Das können sowohl klassische Developer sein aber auch kreative Köpfe, die sich mit der Konzeption neuer Services beschäftigen. Parallel zu diesen Streams findet im Rahmen der A1 InnovationDays auch das Mobile Camp statt. Und da wenden wir uns wie bei Bar Camps an eine Szene, die sich in lockerer Atmosphäre zu allen Aspekten rund um mobile Services austauschen will. Insgesamt bieten die zwei Tage also einer breit gefächerten Zielgruppe die Möglichkeit, sich einen Überblick über Mobilfunkanwendungen auszutauschen. Dieser Rahmen dient vor allem den Entwicklern dazu, möglichst rasch gute Ideen und Anwendungen möglichst rasch auf den Markt bringen zu können.

Was erwarten Sie sich von den A1 InnovationDays?
Zuba: Wir haben uns mit unseren Partnern zum Ziel gesetzt, Österreichs führende Rolle im Mobilfunk auch auf der Ebene neuer Services unter Beweis zu stellen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Das gelingt nur auf einer partnerschaftlichen Ebene und durch enge Zusammenarbeit. Wir sind überzeugt davon, dass Österreich als so hoch entwickelter Mobilfunk-Markt auch ein kreatives Zentrum für die Gestaltung der mobilen Zukunft werden kann. Mit den A1 InnovationDays haben wir hier gute Voraussetzungen geschaffen und wir werden zeigen, dass es mit den richtigen Partnern recht einfach ist, im mobilen Business Fuß zu fassen.

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6 Kommentare:

CaptainBitpipe , 28. August 2009, 9:09

Interessantes Inteview! Insbesondere die ersten zwei Fragen! Was die technologie-kompetenten Handy- und Betriebssystemhersteller ohne direkten Zugang zu Endkunden betrifft: Sind damit Firmen wie Nokia gemeint? (”Europes most valuable brand” 2008) Oder vielleicht Apple? (Globales Shop-Netzwerk, Mutter aller online-Stores, Fangemeinde deren Markentreue geradzu religöse Züge annimmt, und eine Developer-Community die bei den Conference-Keynotes vor den Webstreams klebt, als ginge es um die Mondlandung.) Oder womöglich diese Suchmaschinenfirma? Der Name ist mir (als Durchschnitts-Endkunde) jetzt schnell entfallen. Aber macht nichts. Zum Glück kann man sowas ja heute ganz einfach googeln.

Summa summarum also lauter Firmen die vielleicht gut Hard- und/oder Software bauen können. Schon klar. Aber Bekanntheitsgrad und logistische Infrastruktur?! Nada. Darum stimme ich dem Interview voll zu: es ist die Vermittlerrolle, in der die Zukunft liegt! (Die PAKETvermittlerrolle http://de.wikipedia.org/wiki/Paketvermittlung).

Harald-René Flasch , 31. August 2009, 10:56

Klingt auf den ersten Blick ja alles wunderbar, aber mir kommt es teilweise so vor, also ob jetzt auch schon die großen Mobilfunk-Anbieter versuchen bzw. glauben, damit gratis und gute Developer zu finden, die so manche Lücke für schließen (z.B. “freie Entwickler zu Developer-Wettbewerben ein”) …?

Bin selbst Entwickler und habe in einigen Bereichen entsprechenden “Einblick”, aber keine zusätzlich Zeit, gratis für große und “schwere” Unternehmen tätig zu werden ;-) Nichts für ungut!

Privat beschäftige ich mich mit der Entwicklung von “mobilen Anwendung” und habe daher mehre SIM-Karten, darunter auch drei Stück von A1 und einige von T-Mobile. Von A1 habe ich zwei angemeldete und eine B-FREE.

Bei der B-FREE ist es leider so, dass es keine Möglichkeit gibt, das “Verfallsdatum” im Internet zu erfragen. Guthaben kann erfragt werden, aber leider nicht, wie lange dieses noch gültig ist bzw. die nächste Aufladung notwendig wird. Bei T-Mobile (Klax) ist das kein Problem.

Wenn sich diese A1-SIM-Karte auch noch in einem “schwer zugänglichen” Gerät befindet (nicht jede SIM-Karte muss sich in einem Handy befinden!) macht es die Sache auch nicht einfacher. Zusätzlich kommt es schon mal vor, dass diese SIM-Karte (standort-gebunden) sich manchmal in eine “tote GSM-Zelle” einwählt und somit nicht erreichbar ist. Selbst durch den Support kann das nicht erledigt werden bzw. veranlasst werden, dass sich die SIM-Karte neu einwählt. Man muss also zum Gerät mit der toten SIM-Karte hin und diese herausnehmen, in ein Handy geben, damit es sich neu einwählt und dann zurück in das ursprüngliche Gerät. High Tech for High Fun!?

A1 Innovations? Klingt gut, aber die Praxis sieht etwas anders aus. Da gibt es den TELEKOMMANDER (kurz TK), welcher ein sehr nützliche und gute Sache ist. Auch für mobile Endgeräte gibt es den TK (für mobile Endgeräte optimierte Web-Version), nur ist die kaum gebrauchbar.

Habe mich dbzgl. auch schon an A1 gewendet, aber ohne großen Erfolg. Eine der Aussagen eines A1-Projektleiters war, dass sie den “A1 TK nicht für alle möglichen Handys unterstützen können” … Hä? Man braucht nicht ein spezielles Handy unterstützen, sondern nur ordentliche mobile Seiten bauen. Lustigerweise war einige Zeit für den TK ein Compaq iPaq als Werbesymbol abgebildet. Nur hat der TK auch nicht wirklich mit Windows Mobile zusammengearbeitet …

Beim Rest der “mobilen A1″ Seiten (OnlineBill, WebSMS), die lt. Werbung auf Handys verwendbar sind, sieht es nicht besser aus …

Das mit dem TK war übrigens im Jahre 2006 …

Ich bin schon der Meinung, dass speziell Mobilfunkanbieter, ihren Web-Auftritt/Services auch in einer “mobilen Version” ihren Kunden anbieten sollte … Viele tun dies zwar, aber ohne großen Erfolg bzw. scheint die Usergruppe noch immer zu klein!? Und das obwohl vielfach mit “mobilen Breitband” geworben wird? Nicht jeder rennt mit einem Notebook in der Gegend rum, ein PDA tut’s auch ;-)

Werner Reiter , 2. September 2009, 16:20

Faktum ist aber auch, dass Mobilfunkbetreiber wie A1 auch eine physische Präsenz in Form von Shops haben, in denen gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur Handys verkaufen, sondern auch Services erklären können. Faktum ist auch, dass Mobilfunkbetreiber Kleinbeträge ohne zusätzlicher Notwendigkeit einer Registrierung abrechnen können. Wenn es also darum geht, mit neuen Services die breite Masse zu erreichen, sind die Betreiber gute Partner.

Werner Reiter , 2. September 2009, 16:28

Die A1 InnovationDays sind ein offenes Format, bei dem es darum geht, einen Dialog zwischen Netzbetreibern, Industrie und kreativen Köpfen zu fördern. Bei den letzten A1 InnovationDays gab es Projekte, die weiterverfolgt wurden und wo die Teilnehmer Kontakte geknüpft haben, die für sie recht wertvoll waren. Die Geschichten dazu werden im Zuge der diesjährigen Veranstaltung auch erzählt.

CaptainBitpipe , 4. September 2009, 18:31

Die Herausforderung, eine (wenn auch noch so eifrige und gelehrige) Shop-Mannschaft so zu schulen, dass sie auch nur die tagesaktuellen Top 20 von 1-2 Appstores kompetent erklären kann… das stelle ich mir zwar als monumentales Unterfangen vor… aber was das Abrechnen von (kleinen) Geldbeträgen betrifft, haben sie einen Punkt: Möglich – das Handy könnte in naher Zukunft die Gelbörse ablösen. Damit hätten die Netzbetreiber hier wohl durchaus einen strategischen Vorteil. Aber trotzdem: auch hier gibt es letztendlich keinen zwingenden technischen oder organisatorischen Grund, nicht auch ohne Netzbetreiber auszukommen.

Meine Bank, mein Kreditkartenunternehmen, selbst Amazon und eBay – über jeden wickle ich bereits jetzt Zahlungstransaktionen ab. Kurzfristig, spontan, mit geringen Beträgen. Und was anonyme Bezahlung per Handy betrifft: letztendlich gibts auch hier kaum ein Alleinstellungsmerkmal. Was hindert schon meine Bank daran, NFC-Werkartenhandys zu verteilen? Die Visas und Mastercards der Welt, als MVNO aufzutreten? Nötig sollte dazu wohl haupsächlich eine Abrechnungsinfrastruktur und ein Ausreichend dichtes Netz an Aufladenstationen sein: in Supermarkt-Filialen, Tankstellen, selbst and Getränkeautomaten – von Bankomaten ganz zu schweigen. (Und ohne Handy funktioniert das Modell ja letztendlich auch noch – wie Oyster- und Octopus Card zeigen.)

Wie dem auch sei: sollte es so sein, dass die Netzbetreiber in Zukunft zum Bit-Transporteur mit der 2%-Gewinnmarge verkommen (was jetzt natürlich nur meine rein persönliche Meinung ist) – dann liegt aber nicht an den technischen oder infrastrukturellen Voraussetzungen. Vielmehr liegts an der arroganten “WIR sind ja aus der Wertschöpfungskette GARNICHT wegzudenken”-Einstellung der Betreiber, die regelmässig zur Schau gestellt wird. Und an dem “WIR stehen ja für Innovation. Und niemand sonst.” Und genau die Einstellung habe ich eben auch aus dem Interview herausgehört. Schwer subjektive Kurz-Zusammenfassung: (Absatz 1) “Nein, weder für Entwicklung noch Verkauf von mobilen Services spielt der Netzbetreiber heute noch eine Rolle. (Absatz 2) “Aber SELBSTVERSTÄNDLICH spielen die Schlüsselrolle immer noch WIR.”

Mit allem nötigen Respekt: ihr seit sehr wohl aus der Wertschöfpungkette wegzudenken. Und deshalb kauft man Content heute bei iTunes. Erledigt location based services per Google Maps. Messaging per twitter. Mobile social networking per Facebook.

Tja. Wie die Sache letztendlich wirklich ausgeht, wird die Zeit zeigen. Für mich – der hier gemütlich vom kostengünstigen, nicht betreiber-geförderten Netbook ablästern kann – werden die nächsten Jahre interessant. Für euch – fürchte ich – könntes eng werden.

P.S.: Ad dem Kommentar von Harald-Rene. Hihi. Ja Harald-Rene, die Bezeichnung “freie Entwickler” dürften einige Entscheidungsträger wohl irrtümlich im Sinne von “free as in beer” aufgefasst haben. *g*

Harald-René Flasch , 23. Januar 2010, 13:05

Bin durch Zufall wieder auf diese Seite gestoßen. “free as in beer” ;-)

P.S.: Oft genug gibt es auch Entscheidungsträger (aber auch Entwickler), die “Open Source” mit “ist ja sowie gratis und kostet nichts” gleichstellen …*g*

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